28.04.2001


Berlin
Inas Heimspiel


Geplagt von Alpträumen die Eine und gesegnet mit einem gesunden Tiefschlaf die Andere, freuten wir uns auf eine gemütliche Tasse Kaffee, um dann gestärkt und frohen Mutes nach Berlin aufzubrechen. Leider mussten wir entsetzt feststellen, dass unser Hotel über Nacht zu einem Geisterschloß mutiert war. Niemand schien zu wissen, dass wir überhaupt da sind. Als einzige Gäste hatte man uns schier vergessen. Ade nun, du schönes Frühstücksbüffet, Ade Lingen und BIENVENUE in Berlin!

Wie von Geisterhand gesteuert bretterten wir schon gegen Mittag am Funkturm vorbei mit Inas Schrei im Ohr/Kopf "Ich hab ihn zuerst gesehen" ! Wir hingegen machten uns auf die Suche nach den schönen rot leuchtenden Tourplakaten. Verständlich daher, dass die ein oder andere rote Ampel manchmal nicht die Beachtung fand, die ihr gebührte; Frau muß eben Prioritäten setzen. Kaum gelandet machten wir uns sofort wieder an die Homepagearbeit. Anschließend kurzes Styling und ab zum Miles Club.

Was mag in Lingen vorgefallen sein, dass hier plötzlich Securitys gesichtet wurden? Ungewohnt lässig aber doch hoch konzentriert hatten sie von ihrem Platz vor der Bühne aus alles fest im Blick. Etwas außergewöhnlich war vielleicht nur, dass es sich bei diesen Sicherheitskräften um weibliche Personen handelte. Nun gut, aber es ist ja bekannt: Frauen kommen langsam, aber gewaltig! Diese Tatsache muß auch einem Bär von Mann schwer zu schaffen gemacht haben, denn sein Augenmerk galt weniger dem Hünen auf der Bühne, als vielmehr den beiden Damen. Was mag in seinem Kopf vorgegangen sein, etwa Fragen wie: Was habe ich falsch gemacht? Was haben sie was ich nicht habe? Wie können die für Julians Sicherheit sorgen? Wir werden es wohl nie erfahren, denn er verschwand ohne ein Wort ins nichts. Derweil hatte sich Julian schon als "Anheizer" für Ina "geoutet". Dabei bekam er aber vollste Unterstützung vom Publikum – und das nicht nur aus der ersten Reihe. Auch bei seinem Appell am Ende seines Auftritts stand das Publikum voll hinter ihm: er wünschte sich einen frenetischen, umjubelten Abgang, das heißt : wir sollten einfach total ausflippen, damit wir das dann bei Ina schon mal hinter uns haben. Und sein Wunsch wurde erfüllt. Somit war die Bahn frei für Ina. Wenn Ihr glaubt, der Job der Securitys wäre damit beendet, täuscht Ihr Euch, denn heute hatten sie einen Fulltime-Job, denn auch Ina und Band hatten sie für diesen Abend "engagiert".

Das Strahlen auf den Gesichtern wurde um einige Nuancen heller, als die ersten Töne von "All und Alles" erklangen. Strom sparen hätte man können, als Ina dann auf die Bühne kam, denn da leuchteten auch noch die Herzen der Fans um die Wette! Die Stimmung war auf dem Siedepunkt, zumal es für Ina ein absolutes Heimspiel war, und ihr die Freude mal wieder "Zuhause" zu sein bis in die Haarspitzen anzumerken war. Völlig ausgelassen und aufgedreht wirbelte sie über die winzige Bühne, was natürlich auch Manni in gewisser Weise forderte. Schon in Lingen fiel uns seine ungeheure Power besonders auf. Nicht nur die beiden, sondern auch Tom Tom, Gero und Uwe müssen vorher ein Fitness-Programm absolviert haben, denn keinem (nicht mal Gero, der kaum bis schlecht geschlafen hatte) war die Anstrengung anzumerken, die dieses rockige Power- Programm mit sich bringt. Da traf es die Fans schon scheinbar härter, denn die sah man immer wieder japsend nach Luft schnappen. Trotz allem ist es schade, dass schon nach 2 Konzerten wieder Pause ist, aber wie wir uns kennen, wird es in Rosendahl mit genau so viel Dynamit weiter gehen, wie Ina und auch wir es von uns erwarten!

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