Weihnachten auf der Strasse

Le Noel de la Rue
K: M.Heyral/T.:H.Contet
R. Leon Seiler/Editions Paul Beuscher

Hey, kleiner Mann, wo gehst du hin mit nackten Füßen, so allein?
Ich geh ins Paradies, man sagt: es soll Weihnacht sein.
Und der Schnee und der Wind in den Straßen der Stadt,
Das ist Weihnachten hier, wenn man sonst nichts mehr hat.
Viele Kinder stehen weinend vor dem Fensterscheibenglanz
nicht für dich, nicht für mich ist hier heut Freudentanz.
Mein Junge, komm, amüsier dich, aber nur gucken, kleiner Mann
und paß auf und faß nichts an, du bist von allen am ärmsten dran
Und der Schnee und der Wind in den Straßen der Stadt,
Das ist Weihnachten hier, wenn man sonst nichts mehr hat.

Stehn so verlorn, wie angefrorn, die Nasen kleben an Scheiben fest.
Sie sehn das Paradies, nur keinen Weg, der sie da hingehen läßt.
Und der Schnee und der Wind in den Straßen der Stadt,
Das ist Weihnachten hier, wenn man sonst nichts mehr hat.
Und man friert, man verzieht sich steht mit leeren Händen da.
Nicht für dich, nicht für mich werden Wunder nie wahr.
Mein Kleiner, komm und wärm dir deine Finger bei mir auf
und paß auf und faß nichts an, wir zahlen immer im Leben drauf.
Das ist Weihnachten hier in den Straßen der Stadt,
und kein Stern ist gefallen, der mich erlöst hat.

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