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Der Fremde
L´étranger
K.:J.,M.Monnot/T.:R.Malleron
Meridian Editions SARL
Alles stand in sein‘m Gesicht,
nur da sah ich es noch nicht,
sah nur diesen Schimmer.
Wie ein Engel lachte er,
wie ein Kerl roch er nach Meer
in seinen Haaren.
Hab ihn gar nicht erst gesehn,
wollte grade aufstehn gehn,
da sprach er mich an.
Klang wie eine Melodie,
und ich fühlte wie noch nie
mich gleich so wohl in meiner Haut.
Und er hat so süß geguckt, und er kam
von ich- weiß- nicht- woher.
Wer bist denn du, wo kommst‘ denn her?
"...ja, mein Dorf das ist das Meer.
Mein Schiff, das ist mein Haus.
Was sagt dir mein Name schon,
ich bin ein verlorner Sohn, komm aus dem Norden.
Manchmal ist mein Herz so schwer,
dann brauch ich Liebe und noch mehr,
viel mehr Zärtlichkeit."
Und ich fühlte es dann gleich,
seine Küsse war‘ n so weich
und so leidenschaftlich.
Und er hat so süß so geguckt,
und er kam von ich- weiß- nicht- woher.
Hab nicht lange erst gefragt,
hab ihm einfach gleich gesagt:
"nur für eine Stunde"
Und wie viele glaubte er,
ich sei genau die Frau nach der
er sich so sehnte.
Und am Morgen hoffte ich,
dass er sagt: ich nehme dich
einfach mit mir mit.
Und ich hätte ja gesagt,
hätte es mit ihm gewagt,
doch er war verschwunden.
Und er hat so süß...
Und ich träumte von dem Mann,
der so mein Herz berühren kann,
und es nicht mehr losläßt.
Wie ein Engel lachte er,
wie ein Kerl roch er nach Meer
in seinen Haaren.
Nah am Hafen zog man dann tags darauf‘ n toten Mann,
aus dem kalten Fluß.
Ein Matrose soll es sein,
sprang vor Liebeskummer rein
und ist so ertrunken.
Und er sah so aus, wie ein Herr,
und er kam von ich weiß nicht woher.
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