Inas Geschichte:


letzte Änderung 03.11.2001

18. Teil
Spieglein, Spieglein an der Wand...

er Titel für dieses Album ist wirklich gut gewählt, weil es so was wie ne Selbstreflektion von Ina ist. Ihre CD’s sind ja immer wirklich auch `n Spiegel der Zeit und des Lebens, in dem sie sich gerade befindet oder befunden hat. Für diese CD gibt es lange kein bestimmtes Konzept, aber als Ina sich ihre vielen Texte, die sie so im Laufe der Zeit geschrieben hat, ansieht, fällt ihr auf, dass immer von spiegeln und vom Wiedererkennen die Rede ist, und da liegt dieser Titel doch nahe...
Fest steht, die Musik soll rockig, ehrlich und laut sein – so wie früher.
Ina findet neue Musiker, mit denen sie im März 2000 die "Wieder Lauter"-Tour spielt. Schon hier werden einige der neuen Songs am Publikum getestet, obwohl die CD noch gar nicht aufgenommen ist. Ohrwürmer, wie "Weiß ich längst", "Miststück", "Wilde Wölfe" und "All und Alles" hinterlassen bei den Fans tiefe Spuren und lassen den Zeitpunkt bis zur Veröffentlichung des Albums zu einer reinen Höllenqual werden.
Verantwortlich für den "Mördersound" ist ihre neue Band: Gero Körner (alte Sprudelwasserdynastie) an Hammond und Klavier, Uwe Böttcher an Baß und Geige, Tom (Tom) Engels am Schlagzeug und Manni Hollaender an Gitarre und Mandoline. Mitte Juni geht’s dann endlich ins Studio, um die CD aufzunehmen. Auf zusätzl. Studiomusiker wird verzichtet. Produzent ist Daniel Klein und für die Studiotechnik ist Alex Jacobi verantwortlich. Alles in allem wird mit kurzen Erholungspausen 2 Monate produziert. Mittendrin flattert uns eine Einladung ins Haus: Es ist Damenwahl. Man erwartet uns für einen Tag im Chroma Musikstudio, um unseren "hochgeschätzten, ehrlichen, fundierten und vor allem kritischen" Rat und Kommentar einzuholen. Wir sind ja nun mal bekannt dafür: objektiv, still, schüchtern, ernsthaft und verstaubt – sind wir ja alles nicht so ganz, aber eben gerade deshalb dürfen wir ja auch dabei sein. Wie wichtig unser Studiobesuch schlußendlich für die weitere Produktion ist, ist bis dato noch unklar. Fest steht allerdings, dass wir die vereinigte Fan-Internationale so würdig vertreten haben, wie es uns dem Anlaß angemessen erschien.
Nach einem Jahr Arbeit, jeder an seiner Baustelle, erscheint das "Spieglein, Spieglein"-Album schließlich am 2. Okt. 2000. Trotz unserer groß angelegten Radioaktion kommt es nicht in die Charts. Die dazugehörige Tour findet im April/Mai statt und wird begleitet von einem guten alten Bekannten von Ina: Julian Dawson, der sich selbst als Anheizer der Tour betitelt. Dieser super sympathische Hüne in seinem Schottenrock hat keine Schwierigkeiten, die Massen mit seinem gefühlvollen, aber auch rockigem Repertoire zu begeistern.
Sieben Mal in sieben Städten Genuß pur!
Bis zu diesem Zeitpunkt ist uns noch nicht klar, dass es (vorerst) keine Tour in Richtung Rockmusik mehr gibt. Das ist zwar einerseits unendlich schade, läßt sich aber andererseits dadurch ertragen, dass Ina uns ja auf der Bühne erhalten bleibt – in ganz anderem Stil, aber nicht weniger bezaubernd. Fraun wie sie braucht die (Musik-)Welt mehr denn je! Die Zukunft ist ein Mysterium, aber Ina hat eine verwegene Idee und die Version, dass es klappen kann. Ihre Persönlichkeit hat eine starke Präsenz. Ans Aufhören verschwendet sie keinen Gedanken!
Ina wird auch weiterhin eine ganze Menge zu sagen haben – und das ist gut so! Kein Wenn und Aber!

Sie ist jeden Augenblick
ein kleines Stück vom Glück
wir kennen auch den Grund:
sie ist für uns und wir sind für sie,
wir lassen sie nicht im Stich -
bis zu Ende.

In diesem Sinne: Wir sehen uns auf der Tour!

"Die wichtigste Stunde in unserem Leben
ist immer der gegenwärtige Augenblick;
der bedeutsamste Mensch in unserem Leben
ist immer der, der uns gerade gegenübersteht;
das notwendigste Werk in unserem Leben
ist stets die Liebe."
(Leo Tolstoi)

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