Inas Geschichte:


letzte Änderung 27.11.99

7. Teil
. . . als ich begriffen hatte

aum zu glauben, aber wahr!! Jetzt endlich ist es soweit, heute werdet Ihr mal wieder Zeuge eines historischen Ereignisses. Zugetragen hat sich dieses am 10. Januar 1974 ! Es sollte die Schlafgewohnheiten der Menschheit (unserer ganz besonders) gewaltig verändern! Da könnt Ihr noch so viel grübeln: Ihr werdet nicht dahinterkommen, denn es geht hier nicht um Ingrid - für’n kurzen Augenblick jedenfalls nicht. Vielmehr gilt unser Interesse dem berühmten Elbtunnel! Aus eig. Erfahrungen wissen wir am besten, wann die günstigste Gelegenheit ist, ihn von Nord nach Süd zu passieren. Durch jahrelange aufwendige Studien sind wir heute der festen Überzeugung: für uns kann es nur eine Zeit geben - und die ist um 5 Uhr morgens! So können wir sicher sein, niemals den Anfang eines Konzertes zu verpassen!
Widmen wir uns nun aber wieder Ingrids Geschichte - nicht weniger historisch als der Elbtunnel, aber weitaus länger und interessanter. Im Jahr 1976 gibt es für sie einen unerwarteten Ausflug in das dubiose Geschäft des "Grand Prix" mit dem Titel Wenn Du so bist wie Dein Lachen
Ein Produzent kommt eines Tages in einem kleinen Club vorbei und hört Ingrid singen und spielen. Er ist sehr interessiert und bietet ihr an, eine Platte mit ihr aufzunehmen. Nachdem er ihre Texte nochmal zum Lesen bekommt, schlägt er vor, sie in den Grand Prix reinzubringen. Anfängliche Zweifel bei ihr lösen sich schnell in Luft auf, als sie hört, welches Lied sie singen soll. Unvorstellbar erscheint es ihr sowieso, als Newcomerin - ohne eine große Plattenfirma im Rücken - überhaupt bei einer Vorendausscheidung reinzukommen. Das "Lachen" wird also im Connet-Studio in Köln mit der Gruppe "Hölderlin" aufgenommen. Merkwürdig ist allerdings, daß der Produzent als einziger nicht hört, daß die Gitarren total verstimmt sind ...
Die Räder fangen an zu mahlen und das Telefon steht am Vorabend nicht mehr still! Wer mögen diese ständigen Anrufer sein, die diese Kommunikation via Telefon oder zwischengeschaltetem elektromechanischem Aufzeichnungsgerät - das nach einem elektronisch erzeugten Pfeifton das Aufsprechen einer Nachricht ermöglicht - derjenigen, bei der sich zwei Menschen gegenüberstehen, vorziehen? Vielleicht die Mutter, die sich wie alle Mütter ständig Sorgen um ihre "Kleene" macht; oder vielleicht Schwesterchen Bärbel, die mit ihr irgendwelche politischen Themen diskutieren will oder gar E.T., der sich bei den ständigen Versuchen "nach Hause" zu telefonieren mal wieder verwählt hat. Nun, wir wissen es nicht, aber es können durchaus auch diverse Plattenfirmen sein...
Zum 1. Platz reicht es am nächsten Tag dann doch noch nicht ganz. Das allerdings läßt sich wiederum damit erklären, daß zumindest wir beiden im zarten Alter von sechs und neun Jahren nicht genau abschätzen können, welches Gewicht unsere Stimme für einen positiveren Ausgang haben würde. Und welche Entschuldigung habt Ihr?
Ist schon o.k., immerhin kommt Ingrid ja auf den 11. Platz, mit 27.903 Stimmen!!! Tja, und da "Les Humphreys" so blöd waren, ihren Song schon vorher mal zu singen, werden sie natürlich disqualifiziert und so rückt Herr Marshall vom 2. auf den 1. Platz und Ingrid vom 11. auf den 10. Platz!!! Neben all dem Liebe-Schmerz-Schmalz-Getue der anderen Konkurrenten wirkt Ingrids Lied aber eher wie ein Fremdkörper. Wie sie später selbst sagt, ist sie mit der musikalischen Darbietung (vollgepackt mit Geigen und Trompeten) nicht ganz einverstanden. In ihren Augen ist die ganze Sache eh viel zu kommerziell aufgemotzt und damit hat sie so ihre Probleme. Hartnäckig wehrt sie sich - schon immer - gegen ihren Geschmack vermarktet zu werden, so wie z.B. auch damals, als ein Pressefritze den Vorschlag macht, sie mit Schiebermütze und Zigarillo zu der Überschrift "Ich wollte eigentlich ein Junge werden" zu fotografieren. Letztendlich läßt sie sich dann doch breitschlagen im gewünschten Outfit aber mit dem richtigen Titel abgelichtet zu werden. Wenn frau/man Erfolg haben will, bleibt einem oft nichts anderes übrig, als klein beizugeben!
Das allerdings verliert immens an Wichtigkeit, wenn wir bedenken - und das liegt wiederum im Auge des Betrachters - daß sie damit endlich ihren ersten Plattenvertrag von CBS erhält!!
Gleichzeitig bekommt sie einen neuen Namen verpaßt, wohl auch, um evtl. Verwechslungen mit Ingrid Peters auszuschleißen.
Fortan nennt sie sich:

INA DETER
Heutzutage sieht Ina den "Grand Prix Eurovision de la (Verblödungs-) Chanson" mit ganz anderen Augen. Für sie hat der ganze Verein mehr von einer korrupten Mafia als von einem ehrlichen Wettbewerb. Es kann nicht angehen, daß ein Ralf Siegel mit teilweise 5 von 10 Liedern dabei ist und somit seine Chancen auf den Titel in die Höhe treibt, während andere schöne Lieder, die eingeschickt werden, noch nicht einmal angehört werden! Obwohl Guildo Horn (1998) den Siegel so richtig blamiert hat, hat sich noch nichts Wesentliches geändert.

achdem wir das nun alles eruiert haben, tangiert uns das maximal peripher, denn...
...weil Ina so ist, wie ihr Lachen,
wird es bei uns weitergehn!


Teil 8

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