Inas Geschichte:


letzte Änderung 26.01.2000

8. Teil
. . . sieh mich an

licken wir noch mal kurz zurück: Ina hat ja - wie gelesen - nun ihren ersten Plattenvertrag bekommen - und sie weiß ganz genau, was sie will - nämlich: die alleinige Gestaltung des Plattencovers und keine Veränderung bei ihren Liedtexten. Außerdem behält sie sich das Recht vor, die sie begleitende Band selbst auszusuchen. Warum auch nicht?
... wenn schon 'n Cowboy Präsident werden kann! Sie entscheidet sich für die Gruppe "Hölderlin", mit der sie auch schon beim "Lachen" toll zusammengearbeitet hat. Die Musiker akzeptieren die Texte - lediglich der Produzent hat so seine "Probleme" sich damit zu identifizieren.
Der Titel der LP "Ich sollte eigentlich ein Junge werden" (1976) entsteht aus trauriger Selbsterfahrung. Es ist Inas Geschichte; die Erlebnisse und Erfahrungen sind ihre eigenen. Genauso gut könnte das aber auch jede andere erlebt haben, denn die Ängste, Hoffnungen und Wünsche ähneln sich. Ina schreibt über sich, weil das Reden noch nicht möglich ist. Anders als früher singt sie ihre Lieder nun nicht mehr nur für sich. Die Lieder sind vielleicht nicht für jeden, aber bestimmt nicht nur für Frauen.
Auch im Jahr 1977 passieren einige Dinge, die für die Frau an sich nicht ganz uninteressant sein sollten. Nehmen wir z.B. den Start der Frauenzeitschrift "Emma". Wir fassen uns kurz und dann ein Herz und erwähnen nur deshalb nebenbei, daß Ina u.a. auch gerne bei dieser Gründung dabeigewesen wäre. Göttin sei Dank, ist sie aber wenigstens bei der Gründung ihres eig. Musikverlages in Köln dabei. Vorausgegangen waren Gedanken und Gespräche über alternative Produktionsmöglichkeiten bzw. des entsprechenden Vertriebs durch Frauen, um der "Vorherrschaft" der Männer in dieser Branche "einen Riegel vorzuschieben". Außerdem ärgert es sie, daß ihr Verleger für’s Nichtstun Geld bekommt.
Sie bekommt von ihrer Schallplattenfirma die Gelegenheit, die Produktion ihrer neuen Single "Du bist ganz anders" zu übernehmen. Nachdem das positiv verläuft, "darf" sie dann auch die nächste LP selbst produzieren. Hilfe bei organisatorischen Fragen bekommt sie von Vera Brandes (Musikagentin für Jazz). Außer Promotion und Vertrieb (Manchmal geht es eben nicht ganz ohne Männer) liegt nun so ziemlich alles in ihren Händen. Ina ist ihre eig. Texterin, Komponistin, Covergestalterin, Produzentin und Verlegerin.
Der Arrangeur dieser LP ist Rainer Brüninghaus. Am Baß sitzt Hansgeorg (Micki) Meuser, der eine immer wichtigere Rolle in Inas Karriere spielen wird.
ir fragen uns nun natürlich, ob er vielleicht ihr "Traum von einem Mann" ist, wie sie selbst in einer Bio schreibt. Nicht, daß es uns irgendetwas angeht - ist nur der Vollständigkeit halber.

Wir wünschen uns, daß, was wir schreiben,
auch frohe Leser findet,
dann mögen diese Seiten,
das Band sein, das uns verbindet!

Gehabt Euch wohl!!!




Teil 9

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