
Anläßlich der gerade laufenden Aufnahmen für Inas neue CD, haben wir
uns zwecks "Inspektion" mal selbst auf den Weg ins Studio gemacht, um uns vor Ort davon
zu überzeugen, daß auch konsequent und vor allem produktiv am "musikalischen
Höhepunkt des Jahres" - für alle Ina Deter-Fans und Freunde - gearbeitet wird.
Und natürlich - was alle Teilnehmer/innen der Wünschesammlung wohl
interessieren dürfte - ob unsere lieben Gedanken und schriftliche Ergüsse,
die wir Ina "schickten" auch ihr Herz erreicht haben.Bevor wir aber ein wenig "aus dem Nähkästchen plaudern", noch kurz etwas in
eigener Sache:
Schon vor einigen Wochen bekamen wir diese Einladung ins Studio und das war natürlich
". . . ein Tag im Kalender zum rot unterstreichen" - was wir natürlich auch gemacht
und gebührend gefeiert haben!!!Aus persönlichen Gründen unsererseits konnten wir allerdings erst zwei Tage vorher unsere endgültige Zusage geben. Leider konnten wir Euch deshalb in letzter Zeit und wohl auch in nächster Zukunft nicht - wie gewohnt - viel Neues anbieten! Bitte glaubt nicht, wir hätten keine Lust, keinen Spaß oder keine Neuigkeiten mehr!!! Im Gegenteil: die Gefühle, die unsere Seiten zu dem gemacht haben, was sie heute sind, nämlich |
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Aufgeregt und mit leuchtenden Augen- wie kleine Kinder unter dem Weihnachtsbaum- standen
wir also am 08.07.00 auf einem Hinterhof in Aachen vor einem kleinen unscheinbaren
Schild- verziert mit Glitzersternen- welches uns den Weg ins geheiligte Innere des CHROMA
Studios wies. Dort war es unwahrscheinlich ruhig und nichts deutete daraufhin, daß hier gerade an
einer neuen CD gearbeitet wurde, die doch spätestens bis zum 15. Oktober auf dem
Markt sein soll!Manni klärte uns dann aber sofort auf: Jedes Instrument wird nämlich einzeln aufgenommen. Den Anfang hat Mr. Tom Tom am Schlagzeug gemacht, was allein schon mehr als eine Woche dauerte, als zweites hatte Uwe am Baß seinen Einsatz. Anschließend kam Manni mit verschiedenen Gitarren und Mandoline dazu und als wir da waren, wurde Gero an der Orgel alles abverlangt. Er mußte aus Termingründen seine Arbeit innerhalb von zwei Tagen fertigstellen. Schon bei diesen Erklärungen kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, waren wir doch damals bei der Einladung davon ausgegangen, daß alle zusammen im Studio stehen und die Lieder so oft spielen, bis der Produzent und alle anderen zufrieden sind. Oh, wie naiv und unwissend wir doch waren, aber wir dachten, in unserem volldigitalisierten Zeitalter ist fast alles möglich und es läßt sich mit der Technik doch schon so vieles machen. Das stimmt zwar auch, aber, wie lange es dauern kann, bis für ein einziges Lied z.B. der Orgelpart stimmt, bzw. "Gnade vor den kritischen Ohren" von Manni, Daniel und Alex findet- das haben wir ja nun selbst erlebt!Da spielt z.B. Gero eine Liedpassage- für uns: fehlerfrei. Doch dann: Stille im Aufnahmeraum! Sekundenlanges Schweigen! Spannung bei uns- warum sagt denn keiner was? Unsere Lippen schon geformt zu einem begeisterten "jeahh", die Hände fast schon zum Klatschen in die Luft gestreckt, die Beine fest um den Hocker "gewickelt"- als uns gerade noch rechtzeitig einfällt, daß wir ja nicht im Konzert sind, sondern leise sein müssen! Oh Göttin, war das zuerst schwierig!!! Die Lippen fast blutig, vom ständigen draufbeißen, um bloß nicht anzufangen zu jubeln, als wir Inas Stimme- die sie "mal eben schnell" als Orientierungshilfe für die "Jungs" aufgenommen hat- vom Band hören!! Plötzlich werden wir jäh aus der innerlichen Starre erlöst, als ungewohnte, fremde Töne unser Ohr erreichen: "Du hast da eben den vierten Ton nicht ganz sauber getroffen." ...tja, was sollen wir sagen? Ist uns auch aufgefallen...!? Unglaublich, was da an Konzentration, Können und natürlich gutem Gehör nötig ist und abverlangt wird!
Nächster Versuch für Gero: absolute Stille und wieder konzentrieren! Wir testen
nun unsererseits, ob wir einen Fehler heraushören können. Oh ja!!! Wir hören
zwar viel- aber nichts, was uns schräg vorkommt, also geben wir’s auf , während Manni
seinerseits einen Wunsch äußert, diesen Part doch mal so oder so zu probieren.
Wird gemacht: Gero versucht den Vorschlag umzusetzen und bringt vielleicht noch seine
eigenen Ideen mit ein. Das war’s noch nicht ganz.Und wir haben Inas Geschichte vom "Beißer" (Ex-Produzent) im Ohr: "Da steh ich da im Studio, singe mir die Kehle aus dem Leib und frage dann: Na, Jo, wie war das? Und der antwortet nur : "War schon viel Schönes dran, Ina, aber singst du es bitte nochmal?!" An einer anderen Stelle spielt er dann sehr schön, aber jemand hört da wieder einen Ton, der da nicht hingehört. Geros "Entschuldigung"- sein kleiner Finger wäre einfach so auf die Taste gefallen (vielleicht war er doch schon etwas entkräftet?) löst bei den anderen Begeisterung aus. Das verstehe, wer will... Nun gut, gerade dieser "Fingerfall" wird dem Lied den letzten Schliff geben- da sind wir uns sicher! Hoffentlich hören wir ihn später, wenn die CD da ist, auch wieder raus..., aber nach dem Spaß bestimmt! Obwohl alle sehr diszipliniert und engagiert bei der Arbeit waren, kam der Spaß nicht zu kurz. Sachliche und ruhige Diskussionen, so wie gegenseitiger Respekt vor der Arbeit des anderen wurden sehr groß geschrieben und so hat es unglaublich viel Spaß gemacht diesen Fachgesprächen zwischen Produzenten, Assistenten und Musikern zu lauschen und zu erfahren, auf was für Kleinigkeiten so großen Wert gelegt wird! Die Harmonie untereinander war keine Eintagsfliege, denn wie wir erfuhren,
war während der ganzen bisherigen drei Wochen kein einziges Mal gereizte Stimmung im
Studio! Respekt!!!So, das war nur mal eben eine kleine Ausführung, wenn etwas länger an einem Lied gearbeitet wird, aber es kann auch wesentlich schneller gehen, wie z.B. beim Schlagzeug. Tom spielt ein paar Takte und wenn die im Lied öfter vorkommen, dann reicht eine saubere Aufnahme davon, und diese wird dann einfach an die anderen Stellen hin kopiert. So, das ist nur ein winziger Überblick von dem, was wir erleben durften, aber wir denken, auch Ihr könnt Euch jetzt in etwa vorstellen, wie so eine Aufnahme abläuft. Wie Ihr ja schon lesen konntet, bedarf es natürlich einer besonderen, liebevollen Verpflegung, um die "Mannschaft" im Studio bei Kräften und Laune zu halten. In diesen Tagen war hauptsächlich Ina für das körperliche Wohlbefinden ihrer "Vorarbeiter" zuständig. Und wir haben uns natürlich auch von ihren Qualitäten auf diesem Gebiet höchstselbst überzeugen können! Im Gegensatz zu Gero, der mal auf die Frage, wie es ihm denn geschmeckt hat, lediglich
antwortete "sehr interessant"- was in Inas Augen schlichtweg bedeutet 'war wohl nichts',
waren wir vollauf begeistert von den Köstlichkeiten, die von ihr- ebenso wie der
Tisch- total liebevoll frequenziert (ach ne, diese neue Wortkreation von Dir, liebe Ina,
hatte ja einen anderen Hintergrund), ähhhh zubereitet und dekoriert wurden!!! Was im
einzelnen das war, wird nicht verraten, aber diese Unmengen an teilweise ausgefallenen
Nahrungsmitteln sowie Süßigkeiten- und das vier Wochen täglich- tragen
nicht unbedingt zu einer schlanken Linie bei. Gespannt sein dürfen wohl alle auf
das, was Manni denn in der Zeit kreieren wird, wenn Ina den ganzen Tag im Studio steht
und singt. Er hat sich vorweg (wie Ihr sehen könnt) schon mal vom gut gefüllten
Inhalt des Kühlschranks inspirieren lassen, um dann im Vergleich mit Inas
Kochkünsten bestehen zu können. Ob er ebenso wie sie den gemeinsamen Mahlzeiten
ein "feierliches Ambiente" verleihen kann, werden wir wohl nie erfahren, oder doch,
Ina?
Es war ein unvergeßlicher, hochinteressanter, witziger, entspannter Tag mit ganz viel familiärem
Flair- und wir haben wirklich jede Sekunde voll ausgekostet und genossen!!!
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| Daniel Klein -Produzent- |
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![]() | Alex Jacobi |
| Gero Körner |
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![]() | Manni Hollaender |